Die mit einer Fallhöhe von 390 m höchsten Wasserfälle Europas sind ein Sinnbild für alle Naturschönheiten im Nationalpark Hohe Tauern. Seit über 100 Jahren führt der Wasserfallweg naturbegeisterte Menschen mit zahlreichen Aussichtsstellen, Brücken und Kanzeln hautnah an das Naturschauspiel heran.
Ein atemberaubendes Naturschauspiel erwartet Sie am oberen Fall, der mit einer gewaltigen Fallhöhe von 145m die höchste Stufe der Krimmler Wasserfälle bildet. Am Talausgang des Krimmler Achentales stürzen die Wassermassen über eine Zone mit besonders harten widerstandsfähigen Gneis in den flacheren Abschnitt am Schönangerlboden, der wie das Krimmler Becken in weicheren Schiefer gebettet ist.
Tosend überwindet der Gletscherbach vom Schönangerlboden aus die mittlere Fallstufe mit einer Höhe von 100m.
Am untersten, zweistufigen Wasserfall stürzen die aus 17 Gletscherbächen gespeisten Wassermassen der Krimmler Ache mit einer Fallhöhe von über 140m über zwei Stufen brausend ins Talbecken von Krimml. Vom unsanften Aufprall fein zerstäubte Wassertropfen benetzen im Sommer die üppige Vegetation des Wasserfallwaldes und dekorieren Sie im Winter mit bizarren Eiskristallen.
Ursprünglichkeit, Dynamik und ungebändigte Naturkraft sind das Gepräge der Wasserfälle. Die hohe Mündungsstufe des Krimmler Achentales zum Salzachtal ist das Werk der Eiszeit. Während das Salzachtal durch einen mächtigen Eisstrom tief ausgeschürft wurde, war das Achental einer geringeren Eiserosion unterworfen. Widerstandsfähige Gesteinszonen im Bereich der Talmündung verstärkten die Wasserfallstufen, die in dieser ungewöhnlichen Höhe zurückblieben. Die Krimmler Ache entspringt am Fuß der Dreiherrenspitze in einem großen Gletschertor.
Das abfließende Keeswasser aus einem Einzugsgebiet von 109,9 km2 benötigt durch das 18 km lange Achental 9-12 Stunden, bis es die Wasserfallstufen erreicht.
Typisch für diesen Gletscherbach ist die stark wechselnde Wasserführung während des Tages und im Jahresverlauf, die durch Abschmelzen von Schnee und Eis großen Schwankungen unterliegt. Sie kann zwischen 0,20m3/sek. und 57,20m3/sek. variieren. Die bisher höchste Hochwassermenge betrug am 25.08.1987 180m3/sek. Das Tagesmaximum des Abflusses ritt zwischen 21 und 24 Uhr auf, in den Sommermonaten fließt das 30 - 40 fache der Februarmenge, durchschnittlich 177 Milliarden Liter Wasser in einem Jahr. Weitere Info: ÖAV Info Wasserfälle
Schutzhütten bieten Bergsteigern und Wanderern Gemütlichkeit und ein ganz besonderes Ambiente. Als hochalpine Stützpunkte erfüllen sie eine zentrale Funktion für Versorgung, Unterkunft und Sicherheit der Alpinisten.
Das Krimmler Tauernhaus (1630m) diente bereits im Mittelalter als Raststätte und Zufluchtsort der Reisenden, Händler und Säumer auf Ihrem Weg über den Krimmler Tauern ins nördliche Italien.
Fam. Friedrich Geisler
Die Warnsdorfer Hütte auf 2336m Seehöhe erhebt sich im Talschluss des Krimmler Achentales über dem Krimmler Kees. Gehzeit von Krimml aus 6,5 Stunden.
Homepage: www.members.aon.at/warnsdorferhuette
Über das Rainbachtal, einem Seitental des Krimmler Achentales, erreicht man die Richterhütte. Gehzeit von Krimml aus 5 Stunden.
Info: www.alpenverein.at
Die Zittauerhütte im Herzen der Reichenspitzgruppe am Gerlossee wurde im Jahr 1901 errichtet und 2001 umgebaut. Gehzeit von der Finkau aus 3 Stunden.
Info: www.alpenverein.at